Eine Deko Schale gehört zu den vielseitigsten Wohnaccessoires überhaupt. Leer wirkt sie wie eine kleine Skulptur, gefüllt wird sie zur Ablage, zum Blickfang auf dem Couchtisch oder zum festen Platz für die Schlüssel. Weil Schalen so unterschiedlich genutzt werden, lohnt es sich, vor dem Kauf zu überlegen, welche Aufgabe sie übernehmen soll.
Unsere Auswahl zeigt die Bandbreite: eine kleine Schale aus Travertin für Ringe und Ohrringe, eine glasierte Keramikschale in Blattform, eine große Plissee-Schale aus Beton als Blickfang und eine goldfarbene Schale aus Edelstahl, die im Flur Schlüssel und Kleinkram sammelt. Der folgende Ratgeber erklärt, worauf es bei Größe, Material und Platzierung ankommt.
Kleine Schalen bis etwa 15 cm Durchmesser sind Alltagshelfer. Auf dem Nachttisch nehmen sie Ringe und Ohrringe auf, am Waschbecken den Ehering beim Händewaschen, im Flur Schlüssel und Kopfhörer. Wichtig sind ein glatter Innenraum, an dem sich nichts verhakt, und ein Rand, über den nichts hinausrollt.
Ab etwa 20 cm wird die Schale zum gestalterischen Element. Auf Couchtisch, Esstisch oder Sideboard ist sie ein ruhender Mittelpunkt, der leer genauso gut aussieht wie gefüllt. Hier zählen Form und Oberfläche: Rippen, Wellen und Plissees erzeugen Licht und Schatten, glatte Formen wirken klar und reduziert. Achten Sie auch auf die Höhe. Eine flache Schale auf dem Esstisch stört das Gespräch nicht, eine hohe Schale macht sich besser auf dem Sideboard.
Messen Sie vor dem Kauf die Fläche aus und stellen Sie testweise einen Teller in ähnlicher Größe hin. So sehen Sie sofort, ob die Schale den Platz füllt oder untergeht.
Naturstein bringt Gewicht und Ruhe in jedes Arrangement. Travertin zeigt typische kleine Poren und eine warme, sandige Farbe, jedes Stück fällt etwas anders aus. Stein reagiert empfindlich auf Säuren, Parfüm oder Zitronensaft sollten nicht darauf stehen bleiben.
Glasierte Keramik ist pflegeleicht und in fast jeder Form und Farbe zu haben. Organische Formen wie Blätter oder Muscheln passen gut zu Boho und skandinavischem Stil. Matte Glasuren wirken ruhiger und natürlicher, glänzende fangen das Licht und lassen Farben kräftiger erscheinen. Bei einem Sturz auf Fliesen kann Keramik allerdings zerbrechen.
Beton wirkt modern und skulptural. Schalen aus diesem Material sind schwer und stehen sicher, sind aber offenporig und sollten nicht dauerhaft nass werden. Dafür lässt sich Beton gut formen, weshalb man gerade hier ungewöhnliche Faltungen, Rippen und Wellen findet.
Metallschalen sind robust und nehmen Schlüssel und Münzen nicht übel. Polierte Oberflächen spiegeln das Licht, Gold- und Messingtöne wirken warm, Silber und Schwarz kühler und grafischer. Edelstahl rostet nicht und verträgt den täglichen Gebrauch im Flur gut.
Glasschalen wirken leicht und lassen Licht durch, Holzschalen bringen Wärme. Holz sollte allerdings nicht mit feuchten Dingen gefüllt werden, Glas zeigt jeden Fingerabdruck.
Im Eingangsbereich ist eine Schale mehr als Dekoration: Sie ist der Ort, an dem Schlüssel, Kopfhörer und Sonnenbrille landen, damit man sie morgens wiederfindet. Gut bewährt hat sich ein Durchmesser von 15 bis 20 cm mit einem Material, das Kratzer verzeiht, etwa Metall oder dickwandige Keramik. Stellen Sie die Schale auf die Kommode oder Konsole direkt neben der Tür, gern zusammen mit einer kleinen Lampe oder einem Spiegel darüber. So entsteht eine Ecke, die aufgeräumt und einladend wirkt, und der Schlüsselbund liegt nie wieder in der Jackentasche vom Vortag. Ein kleines Filz- oder Korkpad unter der Schale schützt empfindliche Möbeloberflächen vor Kratzern.
Zwei oder drei Schalen wirken als Gruppe oft stärker als eine einzelne. Damit das Bild ruhig bleibt, sollte sich eine Eigenschaft wiederholen: entweder das Material, etwa drei Schalen aus Stein in verschiedenen Größen, oder die Farbe, zum Beispiel Weiß in Keramik, Beton und Glas. Variieren Sie dafür Größe und Höhe. Eine große flache Schale, eine mittlere tiefe und eine kleine auf einem Bücherstapel ergeben ein lebendiges Ensemble, das trotzdem zusammengehört.
Die meisten Dekoschalen reinigen Sie am besten von Hand mit einem weichen, feuchten Tuch. Stein und Beton lassen Sie anschließend gut trocknen, Keramik verträgt auch etwas mildes Spülmittel. Polierten Edelstahl wischen Sie mit klarem Wasser ab und reiben ihn trocken, damit keine Kalkflecken entstehen. Ob eine Schale in die Spülmaschine darf, steht in den Herstellerangaben. Bei zwei unserer Modelle ist das ausdrücklich nicht der Fall, wir haben es in den Produktbeschreibungen vermerkt.
Je nach Größe Schmuck, Schlüssel, Kerzen, Trockenblumen, Kiefernzapfen oder Kieselsteine. Große, stark strukturierte Schalen dürfen auch leer bleiben und wirken dann wie eine Skulptur.
Typische Plätze sind Couchtisch, Sideboard und Regal. Besonders schön wirkt die Schale, wenn sie mit zwei weiteren Objekten in unterschiedlicher Höhe gruppiert wird.
Nur wenn der Hersteller die Schale ausdrücklich für Lebensmittel vorsieht. Viele Dekoschalen sind dafür nicht gekennzeichnet. Im Zweifel stellen Sie eine kleinere, lebensmittelechte Schale hinein.
Ein Durchmesser von etwa 15 bis 20 cm, ein erhöhter Rand und ein kratzunempfindliches Material wie Edelstahl oder glasierte Keramik haben sich bewährt.
Travertin ist ein Naturstein mit offenen Poren. Er verträgt keine Säuren und sollte nur mit Wasser und einem weichen Tuch gereinigt werden. Kleine Unregelmäßigkeiten in Farbe und Oberfläche gehören zum Material.