Eine große Bodenvase ist kein Accessoire, das man auf eine Kommode stellt und wieder vergisst. Sie steht direkt auf dem Boden, besetzt eine eigene Fläche und wird damit zu einem kleinen Raumobjekt. Gerade in Ecken, neben dem Sofa oder am Ende eines Flurs füllt sie Stellen, an denen ein Möbelstück zu wuchtig und eine Zimmerpflanze zu pflegeintensiv wäre. Mit langen Gräsern, Zweigen oder Pampasgras gefüllt, lenkt sie den Blick nach oben und lässt den Raum höher wirken.
Damit das gelingt, kommt es auf ein paar Details an: die passende Höhe, einen sicheren Stand, das Material und natürlich die Füllung. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Sie eine große Bodenvase in Ihrem Zuhause gekonnt in Szene setzen.
Als Bodenvase gelten in der Regel Modelle ab etwa 50 cm. Nach oben gibt es kaum Grenzen, im Wohnbereich bewegen sich die meisten Vasen zwischen 50 und 120 cm. Welche Höhe zu Ihnen passt, hängt vor allem von der Deckenhöhe und vom Umfeld ab.
Eine bewährte Faustregel aus der Floristik lautet: Die Füllung darf etwa eineinhalb- bis zweimal so hoch sein wie die Vase selbst. So wirkt das Gesamtbild ausgewogen und nicht kopflastig. Bei Gruppen aus mehreren Vasen gilt dasselbe für die höchste Vase, die kleineren dürfen sparsamer bestückt sein.
Je höher eine Vase ist, desto wichtiger wird ihr Stand. Ein schmaler Fuß, eine leichte Konstruktion und eine üppige Füllung aus langen Gräsern ergeben schnell eine wackelige Kombination, vor allem in Durchgangsbereichen, in denen man mit der Tasche oder dem Staubsauger vorbeistreift. Achten Sie deshalb auf eine breite Standfläche und auf das Gewicht.
Leichte Vasen aus Metall oder Flechtwerk lassen sich gut nachbeschweren. Füllen Sie Kies, Dekosteine oder Sand in einen Beutel und legen Sie ihn auf den Boden der Vase. Manche Metallvasen haben dafür einen abnehmbaren Deckel, über den sich Gewicht einfüllen lässt. In Haushalten mit Kindern oder Hunden ist ein geschützter Platz in einer Ecke oder seitlich an einem Möbelstück sinnvoller als die freie Mitte des Raums.
Metallvasen sind bruchfest, vergleichsweise leicht und oft mit Strukturen wie Hammerschlag oder Wabenmuster versehen. Sie passen gut zu modernen und industriell angehauchten Einrichtungen. Wichtig: Die meisten dekorativen Metallvasen sind nicht für Wasser gedacht, weil sie rosten können. Sie sind für Trocken- und Kunstblumen bestimmt.
Geflochtene Bodenvasen bringen Wärme und Struktur in den Raum und gehören fest zum Boho- und Landhausstil. Meist werden Naturfasern um ein Gestell aus Metall geflochten. Wasser vertragen sie nicht, Trockenblumen dagegen sehr gut. Da es sich um Naturmaterial handelt, variieren Farbe und Flechtbild leicht von Stück zu Stück.
Keramik bringt Gewicht mit und steht dadurch von sich aus sicher. Glasierte Modelle sind häufig wasserdicht und eignen sich dann auch für frische Zweige. Der Nachteil: Sie sind schwer zu tragen und können bei einem Sturz zerbrechen.
Große Glasvasen wirken leicht und zeigen die Stiele mit. Sie verlangen allerdings eine saubere Füllung, denn trübes Wasser und geknickte Halme bleiben sichtbar.
Die beliebteste Füllung ist seit einigen Jahren Pampasgras. Es ist leicht, hält lange und bringt viel Volumen. Ebenso schön wirken getrocknete Zweige von Eukalyptus, Birke oder Weide, Schilfrohr, getrocknete Hortensien oder Palmblätter. Wer es grün mag, greift zu Kunstzweigen, etwa Olive oder Eukalyptus.
Eine Bodenvase muss aber nicht gefüllt sein. Modelle mit ausgeprägter Oberfläche, etwa Flechtwerk oder Wabenmuster, wirken auch leer wie eine Skulptur, besonders wenn Sie zwei oder drei Vasen in unterschiedlichen Höhen gruppieren.
Im Wohnzimmer gehört die große Bodenvase in die Ecke neben dem Sofa, neben das Sideboard oder an die Seite des Fernsehmöbels. Wirkungsvoll sind Gruppen aus drei Vasen in gestaffelten Höhen: die höchste nach hinten, die kleinste nach vorn, so entsteht Tiefe. Stellen Sie Vasen mit Trockengräsern nicht direkt neben Kamin, Kaminofen oder Kerzen, denn getrocknete Pflanzen sind leicht entflammbar.
Im Flur zählt der erste Eindruck. Eine schlanke, hohe Vase neben der Garderobe oder am Ende des Gangs setzt einen Fixpunkt, ohne Platz wegzunehmen. Achten Sie hier besonders auf einen sicheren Stand und einen Platz, an dem niemand mit Jacke oder Tasche hängen bleibt.
Im Schlafzimmer darf es ruhiger zugehen. Helle Vasen mit cremefarbenem Pampasgras neben der Kommode oder am Fenster passen zu Leinenbettwäsche und hellem Holz und schaffen eine entspannte Atmosphäre.
Für den Boho-Look kombinieren Sie Rattan oder Seegras mit naturfarbenem Pampasgras, Jute und Holz. Im skandinavischen Stil wirken weiße oder sandfarbene Vasen mit wenigen, grafischen Zweigen. Moderne Räume vertragen Schwarz, Anthrazit oder Metall mit klarer Form und sparsamer Füllung.
Eine Bodenvase lässt sich leicht saisonal umdekorieren: im Frühling mit Kirsch- oder Forsythienzweigen in einer wasserdichten Vase, im Herbst mit Pampasgras, Gräsern und Hagebutten, im Winter mit Kiefern- oder Birkenzweigen.
Metallvasen wischen Sie mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch ab und trocknen sie danach gründlich. Flechtvasen aus Rattan oder Seegras befreien Sie am besten mit einem weichen Pinsel oder der Bürstendüse des Staubsaugers vom Staub. Vermeiden Sie bei Naturfasern Nässe und direkte Heizungsluft, damit das Material nicht spröde wird. Die Füllung aus Trockengräsern pusten Sie gelegentlich mit dem Föhn auf kalter Stufe sauber.
Für diese Seite haben wir vier Modelle ausgewählt, die unterschiedliche Stilrichtungen abdecken: zwei Sets aus Metall mit Wabenstruktur in Schwarz und Weiß, eine offen geflochtene Vase aus Rattan und eine handgeflochtene Vase aus Seegras. Alle vier sind für Trocken- und Kunstblumen gedacht und werden ohne Füllung geliefert.
Für die meisten Wohnräume sind 60 bis 80 cm ein guter Wert. In kleinen Räumen genügen 50 cm, in hohen Altbauten oder offenen Wohnbereichen dürfen es auch 100 cm und mehr sein.
Beliebt sind Pampasgras, getrocknete Zweige, Schilf, Eukalyptus oder Kunstzweige. Die Füllung darf ungefähr eineinhalb- bis zweimal so hoch sein wie die Vase.
Bei den meisten Dekovasen aus Metall nicht, weil sie rosten können. Prüfen Sie die Herstellerangaben. Für frische Zweige brauchen Sie eine wasserdichte Vase oder einen Einsatz aus Glas oder Kunststoff.
Geben Sie Kies, Sand oder Dekosteine in einem Beutel auf den Boden der Vase. Das senkt den Schwerpunkt und verhindert, dass eine üppige Füllung die Vase zum Kippen bringt.
In Raumecken, neben Sofa, Sideboard oder Garderobe und am Ende eines Flurs. Wichtig ist ein Platz außerhalb des Laufwegs und mit Abstand zu Kamin und Kerzen.