Ein Windlicht macht aus einer einfachen Kerze ein kleines Lichtobjekt. Das Glas schirmt die Flamme vor Luftzug ab, sie brennt dadurch ruhiger und gleichmäßiger, und zugleich lenkt es das Licht nach außen in den Raum. Bei der Auswahl entscheiden vor allem drei Dinge: die Glasart, das Verhältnis von Glas und Kerze und der Ort, an dem das Windlicht stehen soll.
Ein Windlicht sollte der Kerze Luft lassen. Für Stumpenkerzen gilt als Faustregel: rundum mindestens zwei bis drei Zentimeter Abstand zwischen Kerze und Glaswand. Der Glasrand liegt am besten einige Zentimeter über der Flamme, damit sie geschützt ist und trotzdem genug Sauerstoff bekommt. Ist das Glas zu eng, rußt die Kerze, das Glas wird sehr heiß und kann im schlimmsten Fall springen. Für Teelichter genügen kleinere Gläser ab etwa 6 bis 7 cm Durchmesser.
Windlichter mit Glasboden sind die einfachste Variante: Kerze hinein, fertig. Glaszylinder ohne Boden stülpen Sie über eine Kerze, die auf einem Teller, Tablett oder Untersetzer steht. Das hat einen praktischen Vorteil, denn Sie können die Kerze anzünden und austauschen, ohne in ein enges Glas greifen zu müssen. Windlichter mit Sockel aus Beton, Holz oder Metall stehen besonders sicher und bringen ein zweites Material ins Spiel. Laternen mit Metallrahmen schließlich lassen sich tragen oder aufhängen und sind auf Terrasse und Balkon praktisch.
Nicht jedes Windlicht ist für draußen gemacht. Auf Balkon und Terrasse zählen ein schwerer Fuß oder ein stabiler Rahmen, damit Wind das Glas nicht umwirft, und ein Material, das Temperaturschwankungen verträgt. Bedenken Sie, dass sich offene Gläser bei Regen mit Wasser füllen. Lackiertes Glas, offenporiger Beton und unbehandeltes Holz sind meist für innen gedacht, im Zweifel gibt die Herstellerangabe den Ausschlag.
Auf dem Esstisch wirken niedrige Windlichter am besten, weil sie den Blick zum Gegenüber frei lassen. Gruppieren Sie drei oder fünf Gläser in leicht unterschiedlichen Höhen oder reihen Sie mehrere kleine Teelichtgläser entlang eines Tischläufers auf. Ungerade Anzahlen wirken lebendiger als streng symmetrische Paare.
Größere Windlichter mit Stumpenkerzen sind auf Sideboard, Couchtisch oder Kaminkonsole gut aufgehoben. Kombinieren Sie zwei Größen derselben Serie oder stellen Sie ein hohes Glas neben einen Stapel Bücher und eine kleine Vase. Auf einem Tablett lassen sich die Windlichter zum Lüften oder Putzen in einem Zug beiseitestellen.
Auf der Fensterbank spiegelt sich Kerzenlicht abends in der Scheibe und verdoppelt so seine Wirkung. Halten Sie dabei Abstand zu Gardinen und Vorhängen. Draußen eignen sich Laternen oder Zylinder aus robustem Glas, die Sie auf einen schweren Untersetzer stellen.
Im Herbst stehen Windlichter gut zwischen Kürbissen, Kastanien und Zieräpfeln, im Advent auf einem Bett aus Moos und Zapfen neben dem Glas. Füllen Sie den Boden eines Windlichts höchstens mit nicht brennbarem Material wie Sand, Kies oder grobem Salz, in das Sie die Kerze setzen. Im Frühling und Sommer bringen farbige Gläser in Grün, Gelb oder Flieder Frische auf den Tisch, auch ganz ohne Blumen.
Ruß löst sich mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Bei hartnäckigen Spuren hilft ein Schuss Essig im Spülwasser, danach polieren Sie mit einem fusselfreien Tuch nach. Wachsreste am Boden entfernen Sie am besten, indem Sie das Glas für eine Stunde ins Gefrierfach stellen; das kalte Wachs lässt sich dann meist im Ganzen herauslösen. Lackierte Gläser bitte nicht scheuern und nur dann in die Spülmaschine geben, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt. Sockel aus Beton oder Holz reinigen Sie trocken oder mit einem leicht feuchten Tuch. Leichte Farb- und Strukturunterschiede sind bei Naturmaterialien wie Beton üblich und kein Mangel.
Die vier Windlichter auf dieser Seite decken unterschiedliche Wünsche ab: ein Set aus vier kleinen grünen Reliefgläsern für Teelichter, ein Designer-Windlicht mit Betonsockel, zwei bodenlose Glaszylinder aus Borosilikatglas und ein Paar schwarzer Laternen mit Rauchglas für Stumpenkerzen. Vom Esstisch bis zur Terrasse finden Sie damit für viele Plätze eine passende Form.
Übliches Klarglas verträgt Kerzen gut, solange genug Abstand zur Flamme bleibt. Borosilikatglas ist deutlich unempfindlicher gegenüber Hitze und Temperaturwechseln und eignet sich daher für schmale Zylinder und für draußen.
Planen Sie rundum zwei bis drei Zentimeter Luft ein. Für eine Stumpenkerze mit 7 cm Durchmesser sollte das Glas innen also etwa 11 bis 13 cm messen und höher sein als die Kerze.
Mit warmem Spülwasser und einem weichen Schwamm, bei Bedarf mit etwas Essig. Damit es gar nicht erst rußt, kürzen Sie den Docht auf etwa einen Zentimeter und wählen ein ausreichend weites Glas.
Nur wenn der Hersteller es für draußen vorsieht. Auch dann holen Sie es bei Sturm und Frost besser herein, gießen Regenwasser aus und stellen es standsicher auf einen schweren Untersetzer.
Ein Windlicht ist meist ein offenes Glas, in das oder über das die Kerze gestellt wird. Eine Laterne hat zusätzlich einen Rahmen, oft aus Metall oder Holz, und häufig einen Griff oder Ring zum Tragen und Aufhängen.