Frische Blumen sind schön, doch nach einer Woche ist der Strauß meist vorbei. Trockenblumen und Pampasgras halten dagegen viele Monate, brauchen kein Wasser und bringen eine weiche, natürliche Textur in den Raum. Deshalb sind sie aus vielen Wohnungen nicht mehr wegzudenken, ob als üppiger Wedel in der Bodenvase, als kleiner Strauß auf dem Esstisch oder als Kranz an der Wand.
Beim Kauf gibt es allerdings Unterschiede, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Länge, Menge, Färbung und die Mischung der Gräser entscheiden darüber, ob das Ergebnis zu Ihrer Vase und zu Ihrem Einrichtungsstil passt. Dieser Ratgeber hilft Ihnen bei der Auswahl und zeigt, wie Sie das Beste aus Ihrem Strauß herausholen.
Pampasgras gibt es in natürlichen Tönen von Creme über Beige bis Hellbraun. Daneben finden Sie gebleichte, sehr helle Varianten sowie gefärbte Halme in Rosa, Terrakotta, Grau oder Schwarz. Viele Sträuße kombinieren beides. Hersteller weisen häufig darauf hin, dass einzelne Bestandteile leicht eingefärbt sind, damit der Farbton erhalten bleibt.
Naturbelassene Gräser wirken ruhiger und passen zu fast jeder Einrichtung. Gefärbte Halme setzen gezielte Akzente, können aber im direkten Sonnenlicht mit der Zeit ausbleichen. Wenn Ihnen ein bestimmter Farbton wichtig ist, stellen Sie den Strauß nicht dauerhaft ins pralle Fensterlicht.
Die Länge ist das wichtigste Kriterium, denn sie bestimmt, welche Vase Sie brauchen.
Getrocknete Stiele lassen sich mit einer Gartenschere problemlos kürzen. Kaufen Sie im Zweifel lieber etwas zu lang als zu kurz, denn verlängern lässt sich ein Halm nicht.
Reines Pampasgras wirkt großzügig und luftig, besonders in Bodenvasen. Gemischte Sträuße enthalten zusätzlich Bunny Tails (Samtgras, auch Lagurus genannt), Chinaschilf, Flachs, Schilfgras oder andere Ziergräser. Die unterschiedlichen Formen geben dem Strauß Tiefe: die runden Köpfchen der Bunny Tails, die feinen Rispen des Chinaschilfs und die buschigen Pampaswedel. Gemischte Sets eignen sich besonders für Tischdeko, Kränze und kleine DIY-Projekte, weil Sie die Bestandteile frei neu kombinieren können. Achten Sie bei Sets auf die Angabe von Stückzahl und Sorten: Eine genaue Aufschlüsselung zeigt, wie viel Pampasgras tatsächlich enthalten ist und wie viel feines Füllmaterial.
Die richtige Menge hängt von der Öffnung der Vase ab, nicht nur von ihrer Höhe. Eine schmale Flaschenvase sieht mit drei bis fünf Pampaswedeln schon voll aus, eine bauchige Vase mit weiter Öffnung braucht deutlich mehr Material. Als grobe Orientierung:
Beginnen Sie lieber mit weniger und ergänzen Sie nach und nach. Ein lockeres Arrangement, in dem jeder Wedel Platz hat, wirkt meist edler als ein überfüllter Strauß.
Trockenblumen werden für den Versand eng zusammengepresst. Dass der Strauß beim Auspacken flach und unscheinbar aussieht, ist normal. Mit wenigen Schritten bekommt er sein Volumen zurück:
Im Wohnzimmer wirken lange Pampaswedel in einer Bodenvase neben dem Sofa oder Sideboard. Kleinere gemischte Sträuße gehören auf den Couchtisch oder ins Regal, am besten in eine schlichte Vase aus Keramik, damit die Gräser im Mittelpunkt stehen. Wer mag, bindet ein paar kurze Halme zu einem kleinen Bündel und hängt es kopfüber an die Wand.
Im Flur reicht oft ein einzelner, großzügiger Strauß auf der Konsole. Im Schlafzimmer passen helle, cremefarbene Töne zu Leinen und Holz. Auf dem Esstisch sind niedrige Sträuße angenehmer, damit man sich beim Essen noch sieht.
Für Boho-Räume kombinieren Sie naturfarbenes Pampasgras mit Rattan, Makramee und warmen Brauntönen. Im skandinavischen Stil wirken weiße und beige Gräser in weißer Keramik besonders ruhig. Moderne Einrichtungen vertragen Kontraste, etwa helles Pampasgras in einer schwarzen Vase.
Im Herbst ergänzen Sie den Strauß mit getrockneten Hortensien oder stellen kleine Kürbisse dazu, im Winter mit Zapfen und Zweigen. Im Frühling und Sommer wirken helle Töne mit etwas Lavendel oder Flachs leicht und frisch.
Trockenblumen brauchen weder Wasser noch Erde. Staub entfernen Sie mit einem Föhn auf kalter Stufe oder einem weichen Pinsel. Ein Hersteller empfiehlt, das Haarspray etwa alle sechs Monate aufzufrischen, damit die Wedel ihre Fülle behalten. Ein leichtes Fusseln gehört bei Naturmaterial dazu, besonders in den ersten Tagen. Zum Aufbewahren außerhalb der Saison wickeln Sie die Wedel locker in Seidenpapier und lagern sie trocken und dunkel, etwa in einem Karton im Schrank.
Zwei Hinweise zur Sicherheit: Getrocknete Gräser sind leicht entflammbar. Halten Sie deshalb Abstand zu Kerzen, Teelichtern, Kamin und anderen offenen Flammen. Außerdem sind Trockenblumen reine Dekoration. Stellen Sie sie so auf, dass Kleinkinder und Haustiere nicht daran knabbern können.
Auf dieser Seite finden Sie drei gemischte Sträuße für Tisch- und mittelgroße Vasen, jeweils mit Pampasgras und Bunny Tails, sowie ein Set aus zehn langen XXL-Pampaswedeln für die Bodenvase.
Trocken und ohne direkte Feuchtigkeit aufgestellt, hält Pampasgras viele Monate. Mit gelegentlich aufgefrischtem Haarspray behält es länger seine Form.
Schütteln Sie die Wedel nach dem Auspacken draußen gut aus und fixieren Sie sie anschließend mit etwas Haarspray. Ganz verhindern lässt sich das Fusseln bei Naturmaterial nicht, es lässt aber deutlich nach.
Naturfarbenes Pampasgras ist creme bis hellbraun. Sehr weiße, rosa oder schwarze Halme sind in der Regel gebleicht oder gefärbt. Viele Hersteller geben an, dass einzelne Bestandteile leicht eingefärbt sind.
Für Sträuße von 40 bis 45 cm eignen sich Vasen von etwa 18 cm Höhe. Für Wedel von 100 cm brauchen Sie eine standfeste Bodenvase, die auch mit üppiger Füllung nicht kippt.
Nur bedingt. Dauerhafte Feuchtigkeit lässt die Halme erschlaffen. Ein gut belüftetes Gäste-WC ist unproblematischer als der Platz direkt neben der Dusche.