Eine flauschige Kuscheldecke ist das Textil, zu dem man an einem kühlen Abend als Erstes greift. Sie wärmt auf dem Sofa, liegt tagsüber gefaltet über der Armlehne und gibt einem Raum mit wenig Aufwand mehr Weichheit. Damit sie diese Rolle gut erfüllt, kommt es auf drei Dinge an: die passende Größe, ein Material, das zu Ihren Gewohnheiten passt, und eine Pflege, die den Flor möglichst lange schön hält.
Für diese Seite haben wir vier Decken ausgewählt, die unterschiedliche Wünsche abdecken: eine Wendedecke mit Sherpa-Rückseite für richtig kalte Abende, eine Decke mit plastischer Bubble-Struktur, eine leichte Flanelldecke mit Streifenstruktur und eine kleinere Deko-Decke im Cordlook für Sessel und Leseecke. Der folgende Ratgeber hilft Ihnen, die richtige Variante für Ihr Zuhause zu finden.
Die Größe entscheidet darüber, ob Sie sich wirklich einwickeln können oder nur die Knie bedecken. Als Orientierung hilft diese Einteilung:
Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie lieber eine Nummer größer. Eine zu kleine Decke rutscht ständig von den Schultern, eine etwas größere lässt sich jederzeit doppelt legen.
Fast alle flauschigen Kuscheldecken bestehen aus Polyester. Das ist kein Nachteil: Die feinen Fasern lassen sich zu sehr unterschiedlichen Oberflächen verarbeiten, die jeweils anders aussehen und sich anders anfühlen.
Flanell-Fleece hat einen kurzen, dichten Flor mit samtigem Griff. Solche Decken sind meist recht leicht, fallen weich und lassen sich das ganze Jahr nutzen. Wer schnell friert, greift besser zu einer Variante mit zweiter Lage.
Sherpa ahmt die gekräuselte Oberfläche von Schafwolle nach. Meist wird es als Rückseite mit Flanell kombiniert. So entsteht eine Wendedecke: Die glatte Seite liegt angenehm auf der Haut, die lockige Seite speichert die Wärme. Sherpa-Decken sind spürbar dicker und schwerer, was viele an kalten Abenden schätzen.
Teddyplüsch und Kunstfell haben einen längeren Flor und wirken besonders üppig. Sie sind ein starkes Gestaltungselement, brauchen aber etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Wäsche, damit die Fasern nicht verfilzen.
Bubble-Decken tragen ein plastisches Muster aus kleinen Noppen, Cord- und Rippendecken eine Struktur aus Längsstreifen. Das Relief bringt Licht und Schatten auf das Sofa und macht auch einfarbige Decken interessant. Gerade in hellen, ruhigen Einrichtungen sorgt das für Tiefe, ohne unruhig zu wirken.
Bei Decken wird häufig die Grammatur in GSM angegeben, also Gramm pro Quadratmeter Stoff. Je höher der Wert, desto dichter und meist wärmer ist das Material. Bei Wendedecken addieren sich die Werte beider Lagen. Für den Sommerabend auf dem Balkon reicht eine leichte Decke, für ein kühles Altbau-Wohnzimmer im Januar darf es mehr sein. Achten Sie auch auf das Gesamtgewicht: Eine Sherpa-Decke im Format 150 x 200 cm bringt schnell mehr als ein Kilo auf die Waage. Das fühlt sich angenehm umhüllend an, braucht beim Waschen aber Platz in der Trommel.
Eine Decke wirkt am schönsten, wenn sie beiläufig aussieht, aber bewusst platziert ist. Drei Varianten haben sich bewährt:
Bei der Farbe hilft eine einfache Regel: Ton in Ton mit dem Sofa wirkt ruhig und wertig, ein Kontrast setzt einen Akzent. Auf einem grauen Sofa harmonieren Creme, Beige und Hellgrau, während Senfgelb, Salbeigrün oder Terrakotta Farbe ins Spiel bringen. Kombinieren Sie die Decke mit Kissen in einer zweiten Struktur, etwa Leinen oder Strick, damit nicht alles gleich aussieht.
Flauschige Polyesterdecken sind in der Regel maschinenwaschbar. Die genaue Temperatur steht auf dem Etikett und in der Produktbeschreibung, daran sollten Sie sich halten. Einige allgemeine Tipps helfen, die Weichheit zu bewahren:
Kleine Knötchen entstehen durch Reibung, vor allem an Stellen, auf denen man häufig sitzt. Ein Schonwaschgang, eine nicht zu volle Trommel und wenig Schleudern reduzieren die Reibung beim Waschen. Bereits gebildete Knötchen lassen sich mit einem Fusselrasierer vorsichtig entfernen.
Für eine Person auf dem Sofa ist 150 x 200 cm das bewährte Maß. Wer die Decke vor allem als Überwurf für den Sessel nutzt, kommt mit 130 x 170 cm aus. Für zwei Personen lohnt sich ein Format ab 200 x 200 cm.
Eine Decke mit Sherpa-Rückseite ist durch die zweite, lockige Lage in der Regel wärmer und dicker als eine einlagige Flanelldecke. Flanell ist dafür leichter und eignet sich besser für Übergangszeit und Sommer.
Viele Hersteller erlauben das Trocknen auf niedriger Stufe. Hohe Temperaturen sollten Sie meiden, weil sie den Flor dauerhaft verändern können. Maßgeblich ist immer das Pflegeetikett der jeweiligen Decke.
Bei neuen Decken lösen sich anfangs oft lose Fasern aus der Herstellung. Eine erste Wäsche ohne andere Textilien und anschließendes Ausschütteln reduziert das meist deutlich.
Waschen Sie die Decke ohne Weichspüler, schütteln Sie sie danach kräftig aus und bürsten Sie verfilzte Stellen mit einer weichen Kleiderbürste in Strichrichtung. Bei stark verklebtem Flor hilft das allerdings nur begrenzt.